Wörterbuch

Hier werden Fachbegriffe erklärt.

Die Literaturquelle für die nachfolgenden Definitionen ist, wenn nicht anders angegeben: Bundesärztekammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). Nicht-spezifischer Kreuzschmerz. PatientenLeitlinie zur Nationalen VersorgungsLeitlinie, 2. Auflage. Konsultationsfassung. 2017 [cited: 2018-04-06].

Die Akupunktur ist eine aus der traditionellen chinesischen Medizin stammende Therapiemethode. Der Arzt dringt mit Akupunkturnadeln unterschiedlich tief in bestimmte Punkte des Körpers ein, die über sogenannte Meridiane mit der schmerzenden Körperstelle in Verbindung stehen sollen. Die Nadeln erzeugen Reize, die das Schmerzempfinden günstig beeinflussen können. Die Wirksamkeit konnte in Studien nicht eindeutig nachgewiesen werden.

Plötzlich auftretend. Akute Kreuzschmerzen dauern weniger als sechs Wochen an.

Anamnese ist griechisch für „Erinnerung“. Eine Anamnese ist ein Teil der ärztlichen Untersuchung. Im Behandlungsgespräch (Anamnese-Gespräch) erfragt der Arzt unter anderem Beschwerden, frühere oder aktuelle Erkrankungen und Lebensgewohnheiten.

Medikamente, die vor allem zur Behandlung von Depressionen, aber auch bei anderen seelischen Erkrankungen oder Schmerzen, eingesetzt werden. Antidepressiva machen nicht abhängig, können aber andere Nebenwirkungen hervorrufen.
Nach längerer Arbeitsunfähigkeit bietet die sogenannte stufenweise Wiedereingliederung Ihnen die Möglichkeit, sich schrittweise wieder an das Arbeitsleben zu gewöhnen.

Zu den bildgebenden Verfahren gehören Ultraschall, Röntgen, Computertomographie (Röntgen aus verschiedenen Richtungen), Magnetresonanztomografie (Schnittbilder des Körpers werden mittels Magnetfelder erzeugt, ohne Röntgenstrahlung) und mehr. Durch diese Untersuchungen können bestimmte Teile des Körpers abgebildet werden.

Hier finden Sie ein Infoblatt zum Thema.

Andauernd oder dauerhaft. Chronische Kreuzschmerzen halten länger als zwölf Wochen an.

Diagnose bedeutet das Feststellen einer Krankheit. Durch die Anamnese und Untersuchung durch den Arzt kann man auf das Vorhandensein einer Erkrankung schließen.

Die Menge eines Wirkstoffes in einem Medikament. Die Patientenleitlinie zur Nationalen Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz empfiehlt beispielsweise folgende Höchstdosen für nicht-steroidale Antirheumatika:
Diclofenac: 100 mg pro Tag
Ibuprofen: 1200 mg pro Tag
Eine Höchstdosis wird angegeben, da es bei zu hoher Dosis zu Nebenwirkungen kommen kann.

Bei der Elektrotherapie wird elektrischer Strom genutzt, um körperliche Beschwerden zu behandeln. In der Physiotherapie kommt diese Therapieform oft begleitend mit dem Ziel der Schmerzlinderung zum Einsatz. Zur Elektrotherapie gehören beispielsweise die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS), die kleine Stromimpulse über die Haut (transkutan) setzt, oder die perkutane elektrische Nervenstimulation (PENS), bei der Akupunkturnadeln den Strom direkt unter die Haut (perkutan) leiten.

Das Ziel der Ergotherapie (auch Beschäftigungs- und Arbeitstherapie genannt) ist, Menschen dabei zu helfen, ihre Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten oder wiederzuerlangen und sich in das Arbeitsleben (wieder) einzugliedern. Personen mit Störungen im Bewegungsverhalten jeden Alters können mit HIlfe der Ergotherapie behandelt werden. Durch verschiedene Übungen werden normale Bewegungsabläufe und Alltagsaktivitäten geübt.
Literaturquelle: Hentsch S. Pschyrembel Online. Ergotherapie. https://www.pschyrembel.de/Ergotherapie/K075R/doc/. Aktualisiert am 22.06.2017, Zugriff am 10.04.2018.

Kinesio-Tapes sind dehnbare, selbstklebende Textil-Bänder, die mit spezieller Klebetechnik auf bestimmte Körperstellen aufgeklebt werden. Sie sollen zur Stabilisierung bzw. Entspannung des Gewebes beitragen können, ohne die Bewegung einzuschränken. Der Wirkmechanismus ist ungeklärt und die Wirksamkeit konnte bislang nicht belegt werden.
Literaturquelle: Hentsch S. Pschyrembel Online. Kinesio-Tape. https://www.pschyrembel.de/Kinesio/K0R86/doc/. Aktualisiert am 19.03.2018, Zugriff am 10.04.2018.

Eine körperliche Untersuchung ist ein Teil der ärztlichen Diagnostik. Dabei wird der Körper oder Teile davon inspiziert, in Kombination mit und ohne Bewegung.

Bei der Magnetfeldtherapie werden die Patienten einem Magnetfeld (Kraftfeld) ausgesetzt. Dieses wird über einen natürlichen Magnetstein oder künstlich mit Hilfe einer stromführenden Spule erzeugt. Es können gleichbleibende oder pulsierende Magnetfelder eingesetzt werden. Durch diese Therapieform soll der Blutfluss erhöht und neuronale Vorgänge beeinflusst werden können. Die Wirksamkeit bei Kreuzschmerz konnte in Studien nicht nachgewiesen werden.
Literaturquelle: IGeL-Monitor. Statische Magnetfeldtherapie beim Kreuzschmerz. Ergebnisbericht. https://www.igel-monitor.de/. Stand der Bewertung: Dezember 2014, Zugriff am 10.04.2018.

Sogenannte Kernspintomografie. Es ist ein bildgebendes Verfahren, das starke elektromagnetische Felder einsetzt, mit deren Hilfe Struktur und Funktion innerer Gewebe und Organe dreidimensional dargestellt werden können. Man wird dazu in eine „Röhre” geschoben. Das MRT ist nicht schmerzhaft, wird aber von den Patienten oft als sehr laut empfunden. Es gibt keine Strahlenbelastung wie z. B. beim Röntgen.

Die manuelle Therapie beschreibt ein physiotherapeutisches Verfahren, bei dem der Therapeut mit seinen Händen auf Körperstrukturen (Gelenke, Bänder, Muskulatur) einwirkt. Das Gelenk wird dabei bewegt, jedoch immer innerhalb der natürlichen Grenzen. Diese Therapieform kann schmerzlindernd wirken und die Beweglichkeit der Gelenke verbessern.

Unerwünschte Wirkungen oder Begleiterscheinungen einer medizinischen Maßnahme (Untersuchungs- oder Behandlungsmethode).

Behandlung ohne den Einsatz von Medikamenten. Zu den nicht-medikamentösen Behandlungen gehören beispielsweise alle Formen von Bewegung oder die Anwendung von Wärme oder Kälte.

Dazu gehören schmerzlindernde, fiebersenkende und entzündungshemmende Medikamente. Die Bezeichnung „Antirheumatika” kommt daher, dass diese Medikamente häufig zur Behandlung von Muskel- oder Knochenschmerzen verschrieben werden. Wirkstoffe dieser Medikamentengruppe sind beispielsweise Ibuprofen oder Diclofenac. Bekannte Nebenwirkungen von NSAR sind Magen-Darm-Beschwerden.

Opioide sind Schmerzmittel, die zur Behandlung starker Schmerzen in Frage kommen. Sie können jedoch Abhängigkeit oder Stimmungsschwankungen hervorrufen.

Paracetamol gehört zu den nicht-opioiden Schmerzmitteln und ist ein freiverkäufliches Arzneimittel.

In der Psychotherapie werden psychische Erkrankungen, Beeinträchtigungen oder Verhaltensstörungen behandelt. Dies geschieht ohne den Einsatz von Medikamenten oder chirurgischen Methoden. Es werden unterschiedliche Behandlungsformen genutzt, wie z. B. verschiedene Arten der Kommunikation oder Methoden zur Veränderung von Verhalten. Die Psychotherapie kann sowohl als Gruppen- als auch als Einzeltherapie stattfinden.
Literaturquelle: Margraf J, Bengel J. Pschyrembel Online. Psychotherapie. https://www.pschyrembel.de/Psychotherapie/K0J2B/doc/. Aktualisiert am 29.01.2018, Zugriff am 10.04.2018.

Erneut auftretend, wiederkehrend. Rezidivierende Kreuzschmerzen treten nach einer Phase der Besserung erneut auf.

In der Rückenschule wird ein Programm für Menschen mit Rückenschmerzen durch einen Therapeuten angeleitet. Der Patient erlernt rückenschonende Verhaltensweisen, z. B. beim Heben von Lasten oder Bücken. Weiterhin werden gezielte Übungen zur Entspannung und zur Stärkung der Muskulatur gezeigt und durchgeführt.
Literaturquelle: Pschyrembel Online. Rückenschule. https://www.pschyrembel.de/R{24aae7f69d56ebdd8a4ae8814541eb79544926cd3ca5f2743fb208f715d4fad8}C3{24aae7f69d56ebdd8a4ae8814541eb79544926cd3ca5f2743fb208f715d4fad8}BCckenschule/K0PK9/doc/. Aktualisiert am 18.06.2012, Zugriff am 10.04.2018.

Länger anhaltend. Kreuzschmerzen, die länger als sechs aber weniger als zwölf Wochen andauern, nennt man subakut.
Ein Symptom ist ein Zeichen, das auf das Vorhandensein einer bestimmten Erkrankung hinweist.

Eine Therapie ist gleichbedeutend mit Behandlung oder Heilbehandlung.

Traktion ist eine Technik der Manuellen Therapie. Bei der Traktion wird das Gelenk sanft auseinandergezogen. Dies führt unter anderem zu Druckminderung, Entlastung und Schmerzlinderung. Zudem wird durch die Dehnung der Bänder und der Gelenkkapsel die Beweglichkeit verbessert.

Verhaltenstherapie ist ein spezielles Behandlungsverfahren der Psychotherapie. Bei Schmerzen kommt häufig die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) zum Einsatz. Durch Gespräche und spezielle Übungen kann die Verhaltenstherapie helfen, die Schmerzen neu zu bewerten und den Patienten Fähigkeiten zur Schmerzbewältigung zu vermitteln. Die Therapie kann dabei unterstützen, andere wirksame Maßnahmen, wie zum Beispiel Bewegung, umzusetzen.

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